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Insights · Bewirtschaftung · Mai 2026

Wie verwalte ich eine Dubai-Immobilie aus Deutschland?

Fernverwaltung läuft über einen RERA-lizensierten Property Manager. Marktübliche Gebühr 5–8 % der Jahresnetto-Miete, plus einmaliger Tenant-Finding-Fee 5 %. Leistungen: Mieter-Akquise, Ejari-Registrierung, DEWA-Abrechnung, Service-Charge-Zahlung, monatliche Reports. POA empfohlen. PM-Gebühren sind in Deutschland nach § 9 EStG voll als Werbungskosten absetzbar.

Gebührenstruktur Property Management

LeistungMarktübliche GebührZahlungsweise
Long-Term-Verwaltung5–8 % Jahresnetto-Miete (typ. 7 %)Monatlich vom Mieteingang
Tenant Finding (Erstvermietung / Wechsel)5 % Erstjahresmiete, min. AED 5.000Bei Vertragsabschluss
Holiday Home / Airbnb-Modus20–30 % vom UmsatzMonatlich nach Belegung
Ejari-Registrierung (DLD)AED ~220/JahrBei jeder Mietvertrag-Erneuerung
Service Charge (OA-Beitrag)AED 12–25 pro sqft p.a.Quartalsweise an Owners Association
DEWA-Anschluss-DepositAED 2.000–4.000Einmalig bei Vertragsbeginn

Setup-Checkliste für DACH-Investoren

  • RERA-Lizenz prüfen: jeder seriöse PM hat eine ORN-Nummer (Office Registration Number) — über die DLD-REST-App verifizierbar.
  • POA: in Dubai notariell beglaubigte Limited Power of Attorney für definierte Handlungen — siehe POA für Dubai-Immobilienkauf.
  • UAE-Konto: bevorzugt IBAN-fähiges Standardkonto bei Emirates NBD, ADCB oder Mashreq für Mieteingang und Service-Charge-Abbuchung.
  • Ejari: jede Vermietung ist über das DLD-Ejari-System zu registrieren — Verstoß führt zu Bußgeld und blockiert DEWA-Anschluss durch Mieter.
  • OA-Statuten: vor Vermietung prüfen, ob Kurzzeitvermietung erlaubt ist — viele Premium-Communities (Downtown, Marina) erlauben Holiday Home nur mit Sonderlizenz.
  • Reporting-Kadenz: monatlicher Cash-Flow-Report, jährliche Übergabe-Inspektion, fotografische Dokumentation bei Mieterwechsel.

Steuerliche Behandlung in Deutschland

  • Vermietungseinkünfte: nach DBA D-VAE 2010 Art. 6 im Belegenheitsstaat (VAE) steuerbar — die VAE erheben aktuell keine Einkommensteuer auf private Mieteinkünfte.
  • Deutschland besteuert die Welteinkommen bei unbeschränkter Steuerpflicht, rechnet jedoch die im Belegenheitsstaat erhobene Steuer an — bei null UAE-Steuer fließen die Einkünfte aktuell unter Anwendung des Progressionsvorbehalts (§ 32b EStG) in die deutsche Steuererklärung ein.
  • Werbungskosten nach § 9 EStG: PM-Gebühren, Ejari, DEWA-Grund (Leerstand), Service Charge, Anwalt, Wartung, Reise- und Inspektionskosten — siehe Steuern für deutsche Investoren — Übersicht.
  • Mieteinnahmen-Erfassung nach Zuflussprinzip (§ 11 EStG), Umrechnung zum EZB-Referenzkurs des Zahlungseingangs.
  • Ergänzend: DBA D-VAE 2010 im Detail und Mietrendite Dubai — realistische Spannen.

Quellen

  • Dubai Law No. 33 of 2008 — Real Estate Brokers and Service Providers
  • Dubai Law No. 26 of 2007 — Regulation of Landlord-Tenant Relationship (Ejari-Pflicht)
  • Dubai Law No. 27 of 2007 — Owners Association (Service-Charge-Grundlage)
  • § 9 EStG — Werbungskosten
  • § 21 EStG — Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • § 32b EStG — Progressionsvorbehalt
  • DBA Deutschland-VAE 2010, Art. 6 — Belegenheitsprinzip

Hinweis: PM-Konditionen, Service-Charge-Sätze und Reporting-Standards variieren zwischen Anbietern. DACH-Investoren sollten vor Vertragsabschluss mindestens zwei RERA-lizensierte PMs vergleichen und Referenzen prüfen.

M.Sc. Ali Daioub